Die meisten heute eingesetzten Solarzellen bestehen aus kristallinem Silicium. Das Silicium kann
entweder mono-kristallin oder poly‑kristallin sein. Mono‑kristallines Material wird durch einen
Czrochalski‑Ziehprozess hergestellt, während poly‑kristallines Material gewöhnlich durch einen
Gießprozess erzeugt wird. Das Material wird in beiden Fällen durch Drahtsägen in Scheiben
zerlegt, die dann als Substratmaterial für die Solarzellen dienen.

Die Solarzelle besteht also im Wesentlichen aus massivem Silicium und wird daher auch Dickschichtzelle
genannt, im Gegensatz zu Dünnschichtzellen, bei denen die Halbleiterschichten auf einem Fremdsubstrat
abgeschieden werden. Das Silicium ist gewöhnlich leicht p‑dotiert, also leitend für positive
Ladungsträger oder Löcher. Auf der Vorderseite muss durch Dotierung nun eine dünne, stark
n‑dotierte, also für negative Ladungsträger oder Elektronen leitende, dünne Schicht erzeugt werden.
So entsteht ein p/n‑Übergang, der die Ladungsträgerpaare, die bei der Absorption von Sonnenlicht
erzeugt werden, auftrennt. Auf der Vorder‑ und Rückseite müssen nun noch metallische Kontakte erzeugt
werden, um den Solarstrom abzuleiten. Auf der Rückseite wird eine vollflächige Metallisierung mit
Aluminium durchgeführt, während auf der Vorderseite nur silberne Kontaktfinger aufgebracht werden,
um das meiste Sonnenlicht durchzulassen. Abschließend wird auf der Vorderseite noch eine
Antireflexionsschicht aus Siliziumnitrid aufgebracht, um die Absorption des Sonnenlichts zu erhöhen.
Der letzte Produktionsschritt ist dann die Zusammenstellung der Solarzellen zu Solarmodulen.
Die Dotierung der oberen, stark n-leitenden Siliciumschicht erfolgt mit Phosphor als Dotieratom.
Dafür gibt es zwei Verfahren für die Diffusionsöfen verwendet werden:
• Dotierung über die Gasphase mit Phosphoroxychlorid POCl3.
• Dotierung über eine mit Siebdruck aufgebrachte Dotierpaste.